Zurück Weiter

Negauer Helm mit Harigast-Inschrift

Hallstattzeit, 1. Hälfte 5. Jh. v. Chr.

 

 

Negauer Helm mit Harigast-Inschrift

Der mit Reihen von eingepunzten Ornamenten geschmückte Bronzehelm zählt zu den ältesten Negauer Helmen aus dem Depotfund von Ženjak-Negau (Helm "B"). Seine Berühmtheit verdankt er der Inschrift, die in einem norditalischen, vermutlich venetischen oder rätischen, Alphabet in die Krempe eingeritzt wurde. Der Zeitpunkt der Anbringung ist unbekannt.
Die von rechts nach links geschriebene (Besitzer-?)Inschrift "harigastiteiva" nennt den vermutlich germanischen Namen Harigast(i) und zählt damit zu den ältesten bekannten germanischen Sprachdenkmälern. "Teiva" ist wahrscheinlich als zweiter Name desselben Mannes zu deuten. Das Textende markieren drei Schrägstriche, gefolgt von zwei Füllzeichen.
An zwei weiteren Stellen an der Krempe sind die Zeichenfolgen "IIXIIX" eingeritzt. Die Bedeutung ist unklar, vielleicht handelt es sich um Zahlzeichen oder Eigentums- bzw. Herstellermarken.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung Raum 3

Objektdaten

Periode

Hallstattzeit

Datierung

1. Hälfte 5. Jh. v. Chr.

Fundort

Negau-Obrat (heute Ženjak, Slowenien|)

Material/Technik

Bronze, gegossen und nachgetrieben

Maße

H. 20,6 cm, Dm. 23,5 x 25,4 cm, Gew. 1352 g

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. Nr.

Antikensammlung, VI 1660

Provenienz

Denzel, Kupferschmied in Marburg; Slatschek, Jurij (Finder); 1811 Kauf

Kunst & Patenschaft

Viele unserer Objekte sind auf der Suche nach Paten. Mit einer Kunstpatenschaft tragen Sie dazu bei, die Schätze der Kunstgeschichte für die Zukunft zu bewahren.
Als Kunstpate fördern Sie mit Ihrer Spende direkt und nachhaltig die wissenschaftliche Dokumentation, Erforschung, Restaurierung und Präsentation der Kunstbestände des Kunsthistorischen Museums Wien.

Werden Sie Kunstpate