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Oinochoe (Weinkanne): Io und die Danaiden

Unteritalisch, Kampanisch, rotfigurig, Mitte 4. Jh. v. Chr.

 

 

Io und die Danaiden

Die figurenreiche Darstellung auf der großen Oinochoe zeigt eine Szene aus dem Mythos von der in eine Kuh verwandelten Königstochter Io, der Geliebten des Zeus, die von Hermes aus der Gewalt ihres Wächters, des hundertäugigen Argos, befreit wurde. Io, die in der unteren Reihe auf einem Felsen sitzende weibliche Gestalt mit einem Zweig in der Linken, ist durch die Kuhhörner an der Stirne gekennzeichnet; darüber Argos (?), der mit einem Trinkhorn in der Linken auf einem Pantherfell sitzt, vor ihm Hermes mit dem Flügelhut, den Flügelschuhen und dem Heroldsstab. Die Mittelszene umrahmen Eroten, Satyrn und zahlreiche Frauengestalten, die als die Danaiden gedeutet werden.
Als Nachkommen der Io suchten die 50 Töchter des Königs Danaos in Argos, der Heimat ihrer Ahnin, Schutz vor der Verheiratung mit ihren Vettern, den Söhnen des Königs Aigyptos. Zur Ehe gezwungen, ermordeten sie ihre Männer in der Hochzeitsnacht. Aischylos schildert die Schicksale der Io und der Danaiden in seiner Tragödie Hiketides aus der gleichnamigen, 463 v. Chr. entstandenen Danaiden-Trilogie Die Schutzflehenden.
Dem Io-Maler zugeschrieben.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung Raum 4

Objektdaten

Objektbezeichnung

Oinochoe (Weinkanne)

Kultur

Unteritalisch

Periode

Kampanisch, rotfigurig

Datierung

Mitte 4. Jh. v. Chr.

Fundort

Material/Technik

Ton

Maße

37,8 cm × 27,5 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. Nr.

Antikensammlung, IV 1035

Provenienz

Lamberg-Sprinzenstein, Graf, Anton von, Wien; 1815 Kauf

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