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Theseusmosaik

Römisch, Spätantik, 4. Jh. n. Chr.

 

 

Theseusmosaik

Das Mosaik, das 1815 in einer römischen Villa auf den Loigerfeldern bei Salzburg entdeckt wurde, gibt innerhalb eines ornamental gestalteten Rahmens Szenen aus der Theseussage wieder. Der Mythos erzählt, dass sich Ariadne, die Tochter des kretischen Königs Minos, in den jungen Theseus verliebte, als er aus Athen eintraf, um den Minotauros, ein Furcht erregendes Ungeheuer - halb Stier, halb Mensch -, zu erlegen und die Athener vom Tribut in Form von Menschenopfern zu befreien. Es gelang dem Helden, das Ungetüm in den Gängen des Labyrinths zu töten (großes Mittelbild) und mit Hilfe des roten Fadens, den ihm Ariadne zuvor fürsorglich übergeben hatte (dies wird im linken Bild dargestellt), wohlbehalten aus dem Irrgarten zurückzukehren. Da Theseus versprochen hatte, Ariadne zu heiraten, flohen sie nach vollbrachter Tat auf sein Schiff und steuerten Athen an (oberes Bild). Auf Geheiß der Götter ließ der Held jedoch seine Geliebte auf der Insel Naxos zurück, wo Dionysos, der Gott des Weines, die verlassene und trauernde Ariadne (rechtes Bild) auffand und zu seiner Gemahlin machte.

Derzeit ausgestellt: Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung Raum XI

Objektdaten

Kultur

Römisch

Periode

Spätantik

Datierung

4. Jh. n. Chr.

Fundort

Loig bei Salzburg (Salzburg, Österreich|)

Material/Technik

Marmor- und Kalksteinchen

Maße

L. 410 cm, B. 420 cm

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. Nr.

Antikensammlung, II 20

Provenienz

unbekannt; 1821 Übernahme

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