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Katalog der deutschen Gemälde bis ca. 1540 im Kunsthistorischen Museum Wien

Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums beherbergt eine der wichtigsten Sammlungen deutscher Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts. Besonders die Dürerzeit ist glänzend in Wien vertreten, mit acht Tafelbildern Albrecht Dürers (1471 – 1528) selbst, mit zahlreichen Schlüsselwerken der sog. „Donauschule“ von Albrecht Altdorfer und Wolf Huber sowie mit über dreißig Gemälden Lucas Cranachs d. Ä. und seiner Werkstatt. Unter den älteren Arbeiten ragen eines der äußerst seltenen Tafelbilder Martin Schongauers und die zahlreichen frühen Habsburger-Porträts hervor, die dem Wiener Bestand ein einzigartiges, historisch geprägtes Profil verleihen.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, diesen etwa 160 Tafelbilder umfassenden Kernbestand der Gemäldegalerie erstmalig zusammenhängend und nach heute gültigen wissenschaftlichen Standards zu publizieren. In einer Kooperation von Kunsthistorikern, Wissenschaftlern verwandter Disziplinen (wie z. B. Historikern) und Restauratoren und unter Zuhilfenahme umfassender gemäldetechnologischer Untersuchungen werden alle Aspekte der Entstehungsgeschichte der Werke (Auftraggeber und Künstler, Datierung, Funktion und Bildinhalt, Genese der Bildkonzeption samt zeichnerischer Anlage und Pentimenti, verwendete Materialien), ihr späteres Schicksal (Veränderungen bzw. Schäden, ältere Restaurierungen usw.) und schließlich ihre Rezeption erforscht. Stärker als andere vergleichbare Sammlungen, die erst spät und in der Regel unter systematisch-wissenschaftlichen Aspekten entstanden, spiegelt der im Kern schon im 17. Jahrhundert zusammengetragene Wiener Bestand frühe Geschmacks- und Wissenschaftsgeschichte wider.

Eine erste, vom FWF großzügig geförderte Phase konzentrierte sich auf die Tafelbilder des frühen 16. Jahrhunderts und damit auf den kunsthistorisch bedeutendsten und berühmtesten Teil der Sammlung. In der zweiten Phase werden die übrigen Gemälde sorgfältig untersucht, die sich teilweise im Depot befinden oder in der Porträtgalerie auf Schloss Ambras (Innsbruck) präsentiert werden. Die Publikation wird in einer Reihe vergleichbar interdisziplinär angelegter Bestandskataloge der Gemäldegalerie erscheinen und einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der deutschen Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts darstellen.


Information

Projekt-Nr.
P 25712-G21

Projektleitung
Dr. Guido Messling

Projektmitarbeit
Dr. Karl Schütz, Mag. Alice Hoppe-Harnoncourt, Mag. Monika Strolz, Mag. Ute Tüchler, Michael Eder

Finanzierung
FWF

Laufzeit
2013 - 2016