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Die Restaurierung des Innensarges von der Bestattung des Meri-ib aus Giza

Irene Engelhardt und Elfriede Haslauer
Innensarg, Schrägansicht Nordost. Wien, Kunsthistorisches Museum, Ägyptisch-Orientalische Sammlung, Inv.-Nr. ÄS 7803b.
Innensarg, Schrägansicht Südwest. Wien, Kunsthistorisches Museum, Ägyptisch-Orientalische Sammlung, Inv.-Nr. ÄS 7803b.
Zusammenfassung Durch Fundteilung kamen Särge aus Stein und Holz von den österreichischen Grabungen in Giza in die Ägyptische Sammlung des Kunsthistorischen Museums. Die Holzsärge sind wegen ihrer für das Alte Reich typischen Holzkonstruktion besonders interessant. Bretter wurden mittels flacher Brettchendübel zusammengesteckt und mit Runddübeln zusammengenagelt. Das Besondere sind jedoch die Eckkonstruktionen der Wände und des Bodens. Gerade oder gebogene Rillen verbinden je zwei Dübellöcher, durch die das Bindematerial gezogen wird. Die Fixierung geschieht durch Dübelung. Diese Methode wurde bis zum Mittleren Reich (19. Jh. v. Chr.) bei der Konstruktion von rechteckigen Kästen verschiedenster Größe angewandt. An einigen Objekten, vor allem Särgen, ist das Bindematerial noch erhalten; es sind Lederbänder, Kupferdraht und -bänder, Därme. Bei der Restaurierung des Innensarges Wien Inv.-Nr. ÄS 7803 b konnten in den Schnürrillen noch Reste des ursprünglichen Bindematerials gefunden werden. Einige Rillen waren sogar noch original mit der Kittmasse verspachtelt. Die Verschnürungsreste wurden im Institut für Histologie und Embryologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien mittels Elektronenmikroskops untersucht. Es sind kollagene Fibrillen mit ihrer charakteristischen Bänderung, die als Sehnen von Haustieren identifiziert wurden. Das Kittmaterial wurde im Naturwissenschaftlichen Labor des Kunsthistorischen Museums mikrochemischen Tests und polarisationsmikroskopischen Untersuchungen unterzogen.