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Ricerca sulla Provenienza

La legge federale del 4 dicembre 1998 (BGBl. I, 181/1998) circa la restituzione di opere d’arte è stata emanata affinchè le suddette opere d’arte, acquisite dai musei federali austriaci o  dallo Stato durante o dopo il regime nazista, fossero restituite ai legittimi proprietari o ai loro successori legali.

Con questo obiettivo il Ministero competente (oggi Ministero Federale per la Scuola, l’Arte e la Cultura) ha istituito il la Commissione per la Ricerca della Provenienza, i cui collaboratori scientifici hanno verificato le indicazioni di provenienza dei singoli oggetti negli inventari e negli archivi di ogni museo e collezione austriaca.

Tuttavia, su iniziativa del responsabile d’ archivio del Kunsthistorisches Museum di allora, HR Dr. Herbert Haupt, ricerche sulla provenienza erano già state condotte prima dell’ emanazione della legge. Nel giugno 1998 HR Dr. Herbert Haupt illustrò, in collaborazione con Dr. Lydia Gröbl, una presentazione esaustiva di carattere storico circa “I cambiamenti nella qualità dell’ inventario del Kunsthistorisches Museum dal nazismo al Trattato di Stato(Austriaco)del 1955”.

Questo rapporto si concentra sulle fonti tramandate nell’archivio tra il 1938 e il 1955 e costituisce, insieme ad altre ricerche successive, una base importante per l’ attività di ricerca sulla provenienza.

Dal 1 aprile 2009 la Dr. Susanne Hehenberger e la Dr. Monika Löscher lavorano in qualità di responsabili incaricate della Commissione per le attività di ricerca sull provenienza presso il Kunsthistorisches Museum.

Il loro compito consiste nell’ampliare il campo d’indagine dal 1933 a tempi più recenti cercando di comprendere anche le collezioni a lungo trascurate o non sufficientemente analizzate del Kunsthistorisches Museum.

Provenienzforschung im Kunsthistorischen Museum

Bereits vor Erlass des Kunstrückgabegesetzes im Dezember 1998 erforschte der Historiker und Direktor des Archivs HR Dr. Herbert Haupt die Herkunft jener Kunstgegenstände, die während oder in unmittelbarer Folge der NS-Zeit ins Kunsthistorische Museum gelangt waren. Im Juni 1998 legte Haupt unter Mitarbeit von Dr. Lydia Gröbl eine umfassende Sachverhaltsdarstellung über „Die Veränderungen im Inventarbestand des Kunsthistorischen Museums während der Nazizeit und in den Jahren bis zum Staatsvertrag 1955“ vor.

Dieser Bericht konzentriert sich auf die im Archiv überlieferten Quellen aus dem Zeitraum 1938 bis 1955 und bildet zusammen mit einigen nachfolgenden Recherchen eine wichtige Grundlage für die weitere Provenienzforschung. Bis Ende 2008 verblieb Haupt neben seiner Archivarstätigkeit auch Provenienzforschungsbeauftragter des Kunsthistorischen Museums. Zu mehreren Verdachtsfällen der Gemäldegalerie, die in der Kunstdatenbank des Nationalfonds gelistet waren, recherchierte die Kuratorin Dr. Sabine Pénot. Weitere Recherchen erfolgten durch Mag. Ulrike Nimeth vom Büro der Kommission. 2009 wurde der Archiv- und stellvertretende Generaldirektor Dr. Franz Pichorner Provenienzbeauftragter. Seit April 2009 überprüfen Dr. Susanne Hehenberger und Dr. Monika Löscher im Auftrag der Kommission für Provenienzforschung systematisch alle Erwerbungen des Kunsthistorischen Museums seit 1933.

Die Ergebnisse der Provenienzforscherinnen werden in Dossiers zusammengefasst und bilden die Basis für die Empfehlungen des Kunstrückgabebeirats an das zuständige Ministerium. Die Beschlüsse des Beirats erfolgen immer einstimmig und sprechen sich im Sinne des Kunstrückgabegesetzes entweder für oder gegen eine Restitution aus. Die Begründungen werden auf der Website der Kommission für Provenienzforschung veröffentlicht. Im Falle einer Rückgabeempfehlung ist die zuständige Ministerin bzw. der zuständige Minister durch das Gesetz ermächtigt, entzogene Objekte an die ursprünglichen EigentümerInnen oder deren RechtsnachfolgerInnen auszufolgen.


Dossiers seit 1998

Elizabeth Bondy, Empfehlung vom 27.10.1999
Beschluss

Oscar Bondy, Empfehlung vom 30.11.2011
Beschluss

Jaromir Czernin, Empfehlung vom 18.3.2011
Beschluss

Siegfried Fuchs, Empfehlung vom 20.4.2012
Beschluss

Hermann Eissler, Empfehlung vom 24.6.2009
Beschluss

Otto Feist, Empfehlung vom 3.5.2013
Beschluss

Leo Fürst, Empfehlung vom 10.10.2000
Beschluss

Jacques Goudstikker, Empfehlung vom 14.12.2005
Beschluss

Rudolf Gutmann, Empfehlung vom 9.5.2008
Beschluss

Marianne Hamburger-Löw, Empfehlung vom 9.5.2008
Beschluss

Leo Heymann, Empfehlung vom 3.12.2002
Beschluss

Bruno Jellinek, Empfehlung vom 28.9.2007
Beschluss

Moritz Kuffner, Empfehlung vom 10.10.2000
Beschluss

Anton Lanckoronski, Empfehlung vom 27.10.1999
Beschluss

Erich Lederer, Empfehlung vom 10.5.1999
Beschluss

Felix und Josefine Löw-Beer, Empfehlung vom 20.3.2009
Beschluss

Alfred Menziles, Empfehlung vom 19.6.2002
Beschluss

Richard Neumann, Empfehlung vom 16.3.2005
Beschluss

Richard Neumann, Empfehlung vom 10.6.2010
Beschluss

Albert Pollak, Empfehlung vom 23.1.2001
Beschluss

Moritz Rothberger, Empfehlung vom 18.6.2003
Beschluss

Moritz Rothberger, Empfehlung vom 20.11.2003
Beschluss

Alphonse, Clarice & Louis Rothschild, Empfehlung vom 11.2.1999
Beschluss

Alphonse, Clarice & Louis Rothschild, Empfehlung vom 28.6.1999
Beschluss

Valentine Springer, Empfehlung vom 3.5.2013
Beschluss

Restitutionen seit 1998

Insgesamt 787 Kunstgegenstände wurden seit 1998 an ErbInnen bzw. deren RechtsnachfolgerInnen zurückgegeben. Aufgeschlüsselt nach den Sammlungen des Hauses ergeben sich folgende Rückgabezahlen (Zählung nach Inventarnummern):

  • Antikensammlung: 8
  • Gemäldegalerie: 21
  • Hofjagd- und Rüstkammer: 36
  • Kunstkammer: 44
  • Münzkabinett: 668
  • Sammlung alter Musikinstrumente: 10

Stand: 29.1.2014

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