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Verkreuzungen

Zeitgenössische Kunst in der Ukraine

Die Bezeichnung der Ausstellung setzt die Idee des Zusammenfließens und Überschneidens von Jahrtausenden, von Jahrhunderten, von europäischer und ukrainischer Kultur an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert um, sowie die Idee der Verschmelzung von Kunststilen in der modernen ukrainischen Kunst und deren Widerspiegelung im Schaffen der einzelnen Künstlerpersönlichkeiten.

Die Ausstellungsteilnehmer A. Kryvolap, T. Silvashi, P. Lebedinez, O. Chepelyk, A. Chebykin, O. Pinchuk und andere (insgesamt 14 Personen) sind Künstler, die innerhalb von 10 Jahren ihres Schaffens (seit der Öffnung des eisernen Vorhanges ) einen internationalen Ruf in der Kunstwelt erreicht haben und bereits in vielen Galerien und Museen Europas und Amerikas ausgestellt haben bzw. an verschiedenen internationalen Kunstfestivals teilgenommen haben.
Das Konzept der Ausstellung, die aus Anlaß des 10. Jahrestages der Unabhängigkeit der Ukraine durchgeführt wird, kann mit folgenden Punkten umrissen werden:

Position 1
Der Horizont des modernen Denkens in der Ukraine an der Wende des 20. und 21. Jahrhunderts (die Vielfältigkeit von Stil und Form).

Position 2
Die Projektkonzeption basiert auf dem Versuch, die Kategorie des Schönen in der Ausstellung umzusetzen. Die Autoren der Konzeption – Kunsthistoriker in Kooperation mit den ausgestellten Künstlern – sind der Meinung, daß die Kunst dem Zweck dient, Elend und Leid auf der Erde zu verkleinern. Bei der wirtschaftlichen und sozial- politischen Unruhe, die die Ukraine zur Zeit erlebt, ist es nicht fair, mit dem Geheuchelten, Schmutzigen und Erniedrigenden zu spielen. Wir sollten an die Warnung der Dichterin Lina Kostenko denken: "Vor unseren Augen findet eine Barbarisierung der Gesellschaft statt, was besonders gefährlich für die Nationen ist, die keine Epoche der Hochkultur durchgemacht haben, die in der Rezeption durch andere Kulturen noch keine geistige Aura haben und plötzlich den Zugang zur Weltkultur in ihrer plebejischen Transkription erhalten haben."

Position 3
Die Kuratoren verfolgen den Zweck, nicht nur den heutigen ukrainischen Modernismus widerzuspiegeln, sondern auch die Spezifik der ukrainischen Kunst und ihrer ethnischen Grundlage vor dem europäischen Zuschauer zu rehabilitieren. In der koloristischen Suche und den Rhythmen der Werke von A. Kryvolap, P. Lebedinez, O. Petrova u. a., im Humorgefühl von O. Chepelyk und im dekorativ- relativen Denken der Bildhauer werden Volksmentalität, Geschmack und Eigenart in bunten Farben veranschaulicht. Die Idee der nationalen Selbstidentifikation der Ausstellungsteilnehmer ist kategorischer Imperativ.

Position 4
Das ukrainische Thema wurde auf der Ebene der geistigen Widerspiegelung des Traditionellen im Modernen eingeführt. Dabei handelt es sich nicht um Dekorativismus und Folkorismus von Pluderhosen und gemalten Hähnen, sondern um eine unaufdringliche Wiederspiegelung der ukrainischen Aura. Die ethnische Idee ist im Projekt VERKREUZUNGEN entscheidend, denn auch nach zehn Jahren der Unabhängigkeit der Ukraine nimmt der Westen (seine Zuschauer) das ganze Schaffen aus der ehemaligen Sowjetunion, das im Europa ausgestellt wird, als russische Kunst wahr.

Das ukrainische Selbsgefühl der Künstler kommt in modernistischen Kompositionen (Schattentheater) von O. Babak deutlich zum Ausdruck oder in der Pop-Art von A. Krivolap – in seinen dekorativ bunten Objekten, die aus den Brettern eines alten Dorfzaunes angefertigt sind. Das Volkstümliche und die Avandgarde stehen in einem heftigen Dialog gegenüber. In der Zweideutigkeit der Wahrnehmung von Objekten liegt das Geheimnis ihrer Wirkung auf den Zuschauer. Das Kolorit der Gemälde von A. Kyvolap, T. Silvashi, P. Lebedinez, O. Petrova u. a. entsteht auf dem Hintergrund des ukrainischen Dekorativismus. Die weiß - silbernen Kompositionen von O. Zhyvotkow, O. Lytvynenko, die besonderen Formen der Bronzeplastiken oder die Grafik von A. Chebykin werden als Dom unserer Geistigkeit wahrgenommen.

Position 5
Die Kuratorinnen der Ausstellung VERKREUZUNGEN ließen sich von der Idee der Vollkommenheit der künstlerischen Form und Professionalität der Künstler leiten. Dabei wird der Zweck verfolgt, die ukrainische Kunst in Wien in der besonderen Form und Qualität zu präsentieren.

Informazioni

17 July 2001
fino al 16 September 2001

Kunsthistorisches Museum Wien
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

Orari di apertura
Giugno a agosto
Tutti i giorni, ore 10-18
Giovedì ore 10-21


Settembre a maggio
lunedì – domenica, 10 – 18
giovedì, 10 – 21

L’ingresso è consentito fino a mezz’ora prima della chiusura!

Apertura/chiusura straordinaria

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