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Der Duisburger Kaufmann Dirck Tybis

Kunstpatenschaft für das Restaurierungsprojekt des Gemäldes: € 29.400
Bild

Holbeins Bildnisse frappieren durch ihre eindringliche physische und psychische Präsenz und eine geradezu kristalline Schärfe, von der das vorliegende Werk im derzeitigen Zustand freilich nur eine ungefähre Ahnung geben kann. Es zeigt den Duisburger Kaufmann Dirck Tybis und entstand 1533 in London.

Der Dargestellte gehörte zu den dort ansässigen Hansekaufleuten aus dem Heiligen Römischen Reich, die ihre zentrale Niederlassung im Stalhof besaßen, der Maler selbst war im Vorjahr endgültig von Basel nach England übergesiedelt. Ungewöhnlich ist die frontale, aber nicht starre Pose des Kaufmanns: sie verleiht ihm mit dem demonstrativ vorgewiesenen Text, der eine Anrufung an Jesu enthält, gleichsam bekennerhafte Züge.


Restaurierungsprojekt

Kurzbeschreibung des Zustandes:
Die Malschicht zeigt feine Blasen- bzw. Gratbildung und entlang des unteren Bildrandes ist es zu vereinzelten winzigen Verlusten originaler Farbe gekommen. Kleine Farbverluste sind auch entlang der Bildkanten festzustellen. Auffällig sind der sehr trübe und krepierte Firnis sowie zahlreiche nachgedunkelte Retuschen, der Hintergrund ist vermutlich großteils übermalt.

Aufgrund der starken Firnistrübung und der Übermalungen ist der Zustand der originalen Malschicht nicht gut beurteilbar. Dies betrifft insbesondere die schwarzen Gewandpartien und den Hintergrund. Es ist zu befürchten, dass die Malschicht in diesen Bereichen schlecht erhalten ist. Unter dem Mikroskop sind im Bereich des schwarzen Gewandes ausgeprägte, feine Frühschwundrisse zu erkennen, die Malschicht wirkt wie ‚ausgeschwemmt‘, was möglicherweise durch eine frühere unsachgemäße Reinigung verursacht wurde. Weiters zeigen sich unter dem Mikroskop kleine, runde Fehlstellen in der Malerei, wodurch die Grundierung oder Untermalung sichtbar sind sowie tropfenförmige Ablagerungen, Krepierungen und Bereibungen (z.B. der Schrift auf den Briefen bzw. Schriftstücken).  Die Inkarnate und das grün Tischtuch hingegen wirken recht gut erhalten.

Erforderliche Maßnahmen:
Zunächst muss unter dem Mikroskop die Festigkeit der von Blasen- und Gratbildung betroffenen Malschichten an der Unterkante  überprüft werden. Falls einzelne Schollen instabil sind muss eine Festigung durchgeführt werden.

Die nächsten Schritte wären die Reduzierung bzw. Abnahme der Firnisschichten, das Entfernen der Übermalungen und Retuschen. Ein Großteil der Freilegung der originalen Malerei wird unter dem Mikroskop gemacht werden. Im Anschluss müssen Fehlstellen gekittet und retuschiert werden. Nach der Freilegung und nach Abschluss der Restaurierung wird jeweils eine dünne Firnisschicht aufgetragen. Der notwendige Arbeitsumfang einer Freilegung ist vermutlich relativ groß, die überzeugende Stofflichkeit, die Holbein’s Gemälde besonders auszeichnet und die bei diesem Porträt jetzt äußerst beeinträchtig ist, könnte wieder zur Geltung gebracht werden.


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Mit einer Kunstpatenschaft tragen Sie dazu bei, die Schätze der Kunstgeschichte für die Zukunft zu bewahren. Als Kunstpate fördern Sie mit Ihrer Spende direkt und nachhaltig die wissenschaftliche Dokumentation, Erforschung, Restaurierung und Präsentation der Kunstbestände des Kunsthistorischen Museums Wien.

Gerne informieren wir Sie über das gesamte Restaurierungsprojekt.
Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter kunstpatenschaft@khm.at.


Vorteile

Spenden an das Kunsthistorische Museum im Rahmen einer Kunstpatenschaft sind als Sonderausgabe steuerlich absetzbar.

Bis zu einer Spendenhöhe von € 250
erhalten Sie eine persönliche Kunstpatenurkunde sowie einen Eintrag als Kunstpate im Inventar.

Ab einer Spendenhöhe von € 250
erhalten Sie eine ausführliche Dokumentation über das Objekt, eine persönliche Kunstpatenurkunde, einen Eintrag als Kunstpate im Inventar, eine Einladung zum Kunstpatenempfang sowie persönliche Einladungen zu allen Ausstellungseröffnungen des Kunsthistorischen Museums.

Ab einer Spendenhöhe von € 4.000
erhalten Sie zusätzlich Einladungen zu allen Previews und Veranstaltungen »hinter den Kulissen« sowie einmalig eine Jahreskarte für zwei Personen für das Kunsthistorische Museum.

Ab einer Spendenhöhe von € 20.000
werden zusätzlich zu allen oben genannten Angeboten die Namen der Kunstpaten direkt beim Objekt in der Ausstellung oder auf einer Ehrentafel der Sammlung genannt.


Objektinformation

Hans Holbein d. J.
1497 Augsburg - 1543 London

1533 datiert
Eichenholz
47,7 x 34,8 cm

Kunsthistorisches Museum Wien
Gemäldegalerie
Inv.-Nr. GG_889

Kontakt

Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und beraten Sie gerne!

Bärbel Holaus-Heintschel
Michaela Meth-Fill

Kunsthistorisches Museum
mit MVK und ÖTM
Burgring 5, 1010 Wien

+43-52524-4035
+43-52524-4032
kunstpatenschaft@khm.at