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Projekt Nr. 11990 - Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank

Untersuchung von Korrosionserscheinungen und Optimierung der Depotbedingungen für antike Bronzemünzen mit hoch bleihaltigen Legierungen
Projektleitung:
DI Dr. Martina GRIESSER ProjektmitarbeiterInnen:
René TRAUM (Münzkabinett), HR Dr. Günther DEMBSKI (Münzkabinett), Dr. Klaus VONDROVEC (Münzkabinett) An den im Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums aufbewahrten antiken, römischen und griechischen Bronzemünzen mit hohem Blei- und/oder Zinnanteil in der Legierung kann vielfach die Ausbildung weißer, pulveriger Korrosion beobachtet werden. Auch Münzen, die von außen intakt erscheinen, erweisen sich bei genauerer Betrachtung als im Kern bereits vollständig korrodiert. In diesen Fällen ist nur mehr eine dünne intakte Hülle an Metall bzw. Patina erhalten, die jederzeit einzubrechen droht. Um die Erhaltung dieser nicht nur numismatisch sondern auch kulturhistorisch einzigartigen Stücke zu verbessern, soll im vorliegenden Projekt die Zusammensetzung der Münzen und der Korrosionsprodukte unter Zuhilfenahme einer Reihe moderner analytischer Methoden untersucht werden. Jene Münzen, die durch bereits fortgeschrittene Korrosion am stärksten gefährdet sind, sollen identifiziert werden. Sie sollen, ebenso wie jene Münzen, die aufgrund ihrer Zusammensetzung in Zukunft durch die bisher übliche Lagerung in historischen Schränken aus (Eichen)Holz korrosionsgefährdet sind, in einen neuen, optimierten Metallschrank ausgelagert werden. In Zusammenarbeit mit ausgewählten Produzenten soll dieser Kasten, z.B. durch Stickstoffspülung, Einbau entsprechender Filter, o.ä., an die Anforderungen der Objekte gezielt angepasst werden.