Peter Willburger
Fuge & Quod LibetEine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums, Sammlungen Schloss Ambras und des Kunstvereins Peter Willburger zum 70. Geburtstag des Künstlers
Kuratiert von Prof. Elmar Zorn, München
Die Ausstellung trägt den Titel von Peter Willburgers letztem großen Werk, das er noch vor seinem Tod fertig stellen konnte und 1997 hier installieren ließ: das massive Eisenportal zur „Bauernrüstkammer“ von Schloss Ambras. Seine Innenseite besteht aus 17 geätzten Eisenmatrizen, die Willburger für einen Zyklus großformatiger Radierungen verwendet hatte. Im Zentralteil ist das Profil des Künstlers mehrmals eingeätzt. Die Radierungen des Tores entstanden 1996 in der Calcografia Nazionale in Rom und wurden dort auch präsentiert. Sie sind in dieser Ausstellung ebenso zu sehen wie weitere bedeutende Werke aus den Zyklen Scale, Küsten (samt Matrize), Profile und Landschaften, sowie Willburgers erste Radierung von 1971 und letzte, unvollendet gebliebene von 1998. Ausgestellt sind weiters Aquarelle aus organischen Farben auf selbstgeschöpftem Amalfi-Papier aus den Zyklen Cubi und Cilento, sowie Fotos des Künstlers und Plakate vergangener Ausstellungen.
Prof. Peter Willburger, Ehrenzeichenträger der Stadt Hall und Ehrenbürger der Stadt Vietri sul Mare, befasste sich sein Leben lang mit Radierung und Aquarell. Der Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens lag darin, neue Werte und Ausdrucksformen mit diesen antiken Techniken zu erforschen und zu entdecken. Er entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Vertreter der Radierkunst, was u.a. auch zahlreiche Auszeichnungen und Einladungen zu Konferenzen und Seminaren in Europa und den USA zur Folge hatte. Willburger war einer der wichtigsten Grafiker der Gegenwart und ist mit großen Künstlern der Vergangenheit wie Rembrandt, Dürer oder Morandi gleichzustellen (Dieter Ronte, Katalog Ulm 1994, Konrad Oberhuber, Katalog Moderne Kunst auf Schloss Ambras, 1997). Die Provincia di Salerno wird das Atelier des Künstlers der Öffentlichkeit zugänglich machen und mit einem virtuellen „Willburger-Museum“, als „Nachschlagwerk“ seiner Kunst, bereichern.
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