Konservatorische Maßnahmen zur Erhaltung einer schimmelbefallenen Zeremonialmaske aus Papua Neuguinea
Christiane JordanNatürliche Alterungsprozesse, starker Lichteintrag und unsachgemäße Handhabung hatten zudem bei den Pflanzenfasern zu Brüchigkeit, Ausbleichungen und Verlusten geführt. Es wurde außerdem ein starker, großflächiger Schimmelbefall durch Eurotium rubrum, eine Aspergillusart, festgestellt. Die Lebensfähigkeit des Schimmelpilzes konnte nachgewiesen werden. Um die damit verbundene Gefahr weiterer Materialschädigungen zu verhindern, wurde beschlossen, den Pilz zu desinfizieren.
In einer Testreihe wurden materialgleiche Prüfkörper mit dem Pilz beimpft. Nach dem Wachstum des Pilzes wurden sie verschiedenen Methoden zur Schimmelbekämpfung ausgesetzt, um diese auf ihre Wirksamkeit zu testen. Folgende konservatorische Maßnahmen wurden an der Maske durchgeführt: Der Schimmelpilz wurde durch eine möglichst gesättigte Atmosphäre von 1 %-igem Thymol in Ethanol desinfiziert. Masse- und Farbschichten wurden durch Festigung und Hinterfüllung, gerissene und aufgedröselte Pflanzenfasern wurden nähtechnisch konsolidiert. Eine Stützkonstruktion und eine Depotkiste wurden angefertigt.


