Search for ...

Antike im Theater

Ein Satellit der Ausstellung Der magische Raum. Bühne – Bild – Modell

In der Antikensammlung wird im Rahmen der aktuellen Ausstellung des Theatermuseums „Der magische Raum. Bühne-Bild-Modell“ ein Satellit mit vier Bühnenbildmodellen (bis 12.2.2018) gezeigt. Die Modelle veranschaulichen, wie die Bühnenkunst zu verschiedenen Zeiten und unter vielfältigen Perspektiven die historischen Epochen, in denen die Dramen spielen, gesehen und umgesetzt hat.

Das griechische Theater gilt als eine der wichtigsten kulturellen Leistungen der antiken Welt. Es entwickelte sich im ausgehenden 6. Jahrhundert v. Chr. in Athen aus Kultliedern, die zu Ehren des Weingottes Dionysos dargeboten wurden. Die Tänzer waren ursprünglich als Ziegenböcke (griechisch: tragos) verkleidet, wovon die Tragödie ihren Namen erhielt. Zum Fest des Dionysos wurden eine Trilogie von Tragödien sowie ein Satyrspiel aufgeführt. Die Personen der Handlung hat anfangs ein einziger Schauspieler (später waren es drei) im Wechsel mit dem Chor interpretiert; dieser hatte auch die Rolle des Erzählers inne.

Die Aufführungen waren als Wettbewerb organisiert: An drei aufeinander folgenden Tagen wurde je eine Tragödien-Trilogie aufgeführt, an einem vierten Tag die Komödien. Die Zuschauer bekamen stets neue und unbekannte Stücke zu sehen. Die erste Wiederholung einer Tragödie fand erst nach über 100 Jahren Theatergeschichte im Jahr 386 v. Chr. statt.

Ort der Darbietungen waren zunächst hölzerne Tribünen, später die bis heute charakteristischen muschelförmigen Theater mit steinernen Sitzstufen und einer aufwendigen Bühnenarchitektur.

Die auch heute noch bewegenden Themen der Theaterstücke der gezeigten Bühnenbildmodelle entstammen der griechischen Mythologie und der römischen Geschichte. Ihre Vorlagen wurzeln im antiken Drama und erzählen von Menschen, deren Handeln – von Liebe und Hass, Macht und Ohnmacht gesteuert – ins Verderben führt.


Nero_MS_K155, Bühnenbildmodell von Gilbert Lehner zu Nero, Hofoper, Wien 1885 Theatermuseum © KHM-Museumsverband

Standort
Antikensammlung Saal XIV

to top