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Digitale Fundmünzen der Römischen Zeit in Österreich (dFMRÖ)

Die Datenbank dFMRÖ stellt eine Ergänzung zu der seit 1971 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bestehenden Projekt-Reihe FMRÖ dar. Begleitend zu den bisher erschienenen gedruckten Bänden werden an dieser Stelle die numismatischen Grunddaten ausgewählter Bestände verfügbar gemacht, da sie die Grundlage für jede weitere Forschung bilden.

Die Datenbank enthält ordnungsgemäß gemeldete antike Fundmünzen aus Österreich. Als weitere Ergänzungen werden Schatzfunde aus dem Bestand des KHM sowie der neueste FMRÖ-Band IV, 2 (Lauriacum / Enns) folgen.

Derzeit sind folgende Bestände verfügbar:
17.745 FMRÖ VI, 1 (Steiermark)
1.728 FMRÖ IV, I (Ovilavis / Wels)
1.155 Streufunde aus Mautern, Wallsee und Zwentendorf (Niederösterreich) – nicht im Rahmen von FMRÖ publiziert
1.214 FMRÖ II, 2 (Schatzfund von Baldersdorf / Kärnten)
307 Virunum (Gugl - Jerney 2004)
25 Virunum - Hortfund aus dem Amphitheater 1998 (Gugl - Jerney 2004)
13.471 FMRÖ I, 2 (Burgenland)
1.424 FMRÖ I, 1 (Schatzfund von Jabing / Burgenland)
38.496 FMRÖ III, 2 (Carnuntum)
75.565 gesamt

Von den 38.496 antiken Fundmünzen aus Carnuntum sind die Schatzfunde zur Gänze sowie ca. 3.500 Einzelfunde bebildert. Sämtliche Stücke aus dem Schatzfund von Baldersdorf wurden gescannt und sind gewissermaßen als „Rohfoto“ einsehbar.

Seit dem Frühjahr 2007 sind auch Römische Fundmünzen aus Rumänien in der Datenbank abrufbar, die von Dr. Cristian Gazdac bearbeitet und zur Verfügung gestellt wurden. Dies ist der Inhalt des Bandes “Colonia Ulpia Traiana Sarmizegetusa”, der erste der Reihe “Coins from Roman sites and collections of Roman coins from Romania“.

Vergleichbare Projekte gibt es in Großbritannien und den Niederlanden, die jedoch die viel längere Zeitspanne bis zur Neuzeit abdecken. Allerdings ist die jeweilig federführende Institution gleichzeitig mit der Befugnis zur Entgegennahme von Fundmeldungen ausgestattet, in Österreich besteht Meldepflicht gegenüber beim Bundesdenkmalamt.



Information

Projektleitung
Dr. Klaus Vondrovec

Projektmitarbeiterinnen
Dr. Franziska Schmidt-Dick,
Priv.-Doz. Dr. Ursula Schachinger
(beide Österreichische Akademie der Wissenschaften)

Finanzierung
Kunsthistorisches Museum Wien,
Institut für Kulturgeschichte der Antike,
Documenta Antiqua
(Österreichische Akademie der Wissenschaften)

Projektlaufzeit
laufend

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