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Freydal – Das Turnierbuch Kaiser Maximilians I. von 1512/15

Die Turnierhandschrift Freydal im Kunsthistorischen Museum in Wien ist eines der prachtvollsten Kunstwerke seiner Art. Freydal zeigt in 256 reich vergoldeten Miniaturen die Turnierkämpfe und Feste Kaiser Maximilians I. Das Werk entstand um 1512/15 wohl im süddeutschen Raum und ist Teil jener Reihe von Druckwerken, die Kaiser Maximilian I. zur Verherrlichung seines eigenen Lebens vorgesehen hatte. Zu dieser Gruppe zählen etwa auch der Triumphzug und die Ehrenpforte.

Freydal sollte gemeinsam mit den beiden anderen illustrierten Romanen ‒ Theuerdank und Weisskunig ‒ in allegorisch-romantisierter Form das Leben Kaiser Maximilians I. erzählen. Der Buchtitel Freydal gibt, wie auch derjenige von Theuerdank und Weisskunig, den Namen des Helden des Buches wieder, der zugleich ein literarisches Alter Ego Maximilians I. darstellt.

Bei dem Wiener Manuskript des Freydal handelt es sich wohl um die prunkvolle Endfassung des Buches, die für Kaiser Maximilian persönlich bestimmt war und auf deren Basis eine gedruckte Ausgabe erstellt werden sollte. Im Gegensatz zu den Büchern Theuerdank und Weisskunig gelangte die Druckversion von Freydal jedoch nie über die Anfänge hinaus; nur fünf Holzschnitte zu Freydal sind bekannt.

Im Rahmen des aktuellen Forschungsprojektes wird das Turnierbuch Freydal erstmals kunsthistorisch sowie naturwissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse sollen in einer umfassenden Publikation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Freydal, Turnierbuch Kaiser Maximilians I., ca. 1512/15, fol. 17
Freydal, fol. 36
Freydal, fol. 159
 

Publikationen

  • Stefan Krause, Freydal, in: Kaiser Maximilian I. – Der letzte Ritter und das höfische Turnier, Ausstellungskatalog, Mannheim, Reiss-Engelhorn-Museen, Zeughaus, herausgegeben von Sabine Haag [u. a.]. Mannheim: rem gGmbH und Regensburg: Schnell & Steiner GmbH 2014.
  • Quirin von Leitner, „Freydal.“ Des Kaisers Maximilian I. Turniere und Mummereien. Mit einer geschichtlichen Einleitung, einem facsimilirten Namensverzeichnis und 255 Heliogravuren, Wien 1880-1882

Information

Projektleitung
Dr. Stefan Krause

Finanzierung
Kunsthistorisches Museum Wien

Projektlaufzeit
seit 2014

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