Search for ...

Katalog der deutschen Gemälde bis ca. 1540 im Kunsthistorischen Museum Wien

Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums Wien beherbergt eine der wichtigsten Sammlungen deutscher Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts. Besonders die Dürerzeit ist glänzend in Wien vertreten, mit acht Tafelbildern Albrecht Dürers selbst, mit zahlreichen Schlüsselwerken der sog. „Donauschule“ von Albrecht Altdorfer und Wolf Huber sowie mit über dreißig Gemälden Lucas Cranachs d. Ä. und seiner Werkstatt. Unter den älteren Arbeiten ragen eines der äußerst seltenen Tafelbilder Martin Schongauers und die zahlreichen frühen Habsburger-Porträts hervor, die dem Bestand ein einzigartiges, historisch geprägtes Profil verleihen.

Ziel ist es, diesen etwa 160 Tafelbilder umfassenden Bestand der Gemäldegalerie erstmalig zusammenhängend und nach heute gültigen wissenschaftlichen Standards zu publizieren. In einer Kooperation von Kunsthistorikern, Wissenschaftlern verwandter Disziplinen (wie z. B. Historikern) und Restauratoren und unter Zuhilfenahme umfassender gemäldetechnologischer Untersuchungen werden alle Aspekte der Entstehungsgeschichte der Werke (Auftraggeber und Künstler, Datierung, Funktion und Bildinhalt, Genese der Bildkonzeption, verwendete Materialien), ihr späteres Schicksal und schließlich ihre Rezeption erforscht. Stärker als vergleichbare Sammlungen, die erst später und in der Regel unter systematisch-wissenschaftlichen Aspekten entstanden, spiegelt der im Kern schon im 17. Jahrhundert zusammengetragene Wiener Bestand frühe Geschmacks- und Wissenschaftsgeschichte wider.

Eine erste, vom FWF geförderte Phase konzentrierte sich auf die Werke des frühen 16. Jahrhunderts und damit auf den kunsthistorisch bedeutendsten Teil der Sammlung. In der zweiten Phase werden die übrigen Gemälde untersucht, die sich im Depot oder in der Porträtgalerie auf Schloss Ambras (Innsbruck) befinden. Die Publikation wird in einer Reihe vergleichbar interdisziplinär angelegter Bestandskataloge der Gemäldegalerie erscheinen.


Information

Projektleitung
Dr. Guido Messling

Projektmitarbeit
Dr. Karl Schütz,
Mag. Alice Hoppe-Harnoncourt,
Mag. Monika Strolz,
Mag. Ute Tüchler,
Michael Eder

Finanzierung
FWF Projekt Nr. P 25712-G21

Projektdauer
2013-2016

to top