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Restaurierung Daimyō yashiki hinagata

Beim Daimyō yashiki hinagata handelt es sich um ein dreiteiliges Hausmodell, welches 1873 von Japan auf der Wiener Weltausstellung präsentiert wurde. Im Rahmen der Neugestaltung des Weltmuseums Wien (WMW) soll dieses Modell restauriert und in die Schausammlung integriert werden.

Das Hausmodell zeigt ein umfangreiches Schadensbild, das eine Restaurierung vor der Neupräsentation zwingend erforderlich macht. Beim „Bau“ des Modells hatte man sich offensichtlich möglichst an die Originalmaterialien des Vorbildes gehalten, es handelt sich zum größten Teil um organisches Material, wie Holz, Pflanzenfasern, Papier, gebrannten Ton, Textil, etc.

Aufgrund schlechter Lagerung und suboptimalem Handling, Wassereindrang und Schädlingsbefall weist das Objekt Schäden auf. Darunter fallen eine dichte Staub- und Schmutzschicht, Schimmelbefall, Korrosion der Eisenteile und ein enormer Verlust bei den Ziegeln im Dachbereich, da die Einbettmasse der Ziegel von Schadinsekten aufgefressen wurde. Farbschichten sind lose und weisen Wasserflecken auf. Papierteile sind verformt und fleckig, stellenweise gerissen. Einige Teile weisen Verformungen auf, sind gesplittert oder abgebrochen. Viele abgefallene Teile wurden in Kisten gesammelt, jedoch fehlen zahlreiche Teile.

Im Rahmen der Restaurierung wird das Objekt gereinigt, gesichert und wenn nötig Teile ergänzt. Die im Naturwissenschaftlichen Labor des Kunsthistorischen Museums Wien durchgeführte Identifikation der Pigmente und Bindemittel dient der Dokumentation und ist relevant für Retuschen und Ergänzungen sowie für weitere Forschungszwecke (Vergleiche mit anderen Hausmodellen, Vergleich mit traditioneller Architektur…).

Ziel ist ein gepflegtes und möglichst komplettes Erscheinungsbild.



Information

Projektleitung
Dr. Bettina Zorn (WMW),
Mag. Florian Rainer (WMW)

Projektmitarbeit
Mag. Henriette Wiltschek (WMW)
Mag. Sheyda Nikjou (WMW)
Dr. Václav Pitthard,
DI Sabine Stanek
Dr. Katharina Uhlir,
Dr. Martina Grießer

Kooperationspartner
Dr. Shigeatsu Shimizu (KIT, Kyoto Institute of Technology, Graduate School of Science and Technology), Dr. Iris Mach (Technische Universität Wien, Fakultät für Architektur und Raumplanung), Univ. Ass. Dipl.-Ing. Irmengard Mayer (Technische Universität Wien , Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege), u.a.

Finanzierung
Weltmuseum Wien WM13/002 Daimyo-Haus-Restaurierungs-Projekt 2013, Kunsthistorisches Museum Wien

Projektlaufzeit
2013 - 2016

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