Elfenbein
Meisterwerke der Kunstkammer
| KK_4073 |
Sogenannter Olifant Graf Albrechts III. von Habsburg 11. Jahrhundert oder 1. Hälfte 12. Jhd.; spätere Widmungsinschrift dat. 1199
So genannte sarazenische Hörner waren als Signalhörner bei Jagden im Mittelalter weit verbreitet. Verzierungen finden sich auf Blaszone und Mundstück in Form ornamentaler Friese, hinzu kommt ein breiter figuraler Randstreifen mit Jagd- und Tierkampfszenen. Auf der schmucklosen, gekanteten Mittelzone des Olifanten wurde - wohl anlässlich der Umwidmung - eine hochmittelalterliche Inschrift eingraviert. Sie berichtet, dass Graf Albrecht III. von Habsburg, der Großvater König Rudolfs I., das mit Reliquien gefüllte Horn 1199 dem Kloster Muri (Schweiz) zum Geschenk machte. Die Umwandlung kostbaren weltlichen Besitzes in Reliquiare kam häufig vor. 1702 gelangte der Olifant als Geschenk des damaligen Abtes an den Kaiser in habsburgischen Besitz zurück. |
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