Kunstkammer

Die Kunst- und Wunderkammern der Renaissance und des Barock waren enzyklopädische Universalsammlungen, die das gesamte Wissen ihrer Zeit zu erfassen versuchten. Vor allem das Seltene, Kuriose und Außergewöhnliche galt als erstrebenswert. So sammelten die Fürsten exotische und rare Materialien, denen man oft auch magische Wirkungen zuschrieb – wie edle Steine, Straußeneier, Korallen, oder Haifischzähne, die man für Drachenzungen hielt. Die Künstler schufen aus diesen Naturprodukten virtuose Kunstkammerstücke.

Die Wiener Kunstkammer ist weltweit einzigartig. Ihre Objekte sind von außerordentlicher Qualität, da der Kaiser oder Mitglieder des Kaiserhauses sie in Auftrag gaben oder erwarben.

Zu den Höhepunkten der Kunstkammer zählen herausragende Goldschmiedearbeiten wie die berühmte Saliera von Benvenuto Cellini, Spitzenleistungen der Skulptur wie die Krumauer Madonna, meisterhafte Bronzestatuetten, filigrane und bizarre Elfenbeinarbeiten, virtuose Steingefäße, aber auch wertvolle Uhren, komplizierte Automaten, merkwürdige wissenschaftliche Instrumente, kostbare Spiele und vieles mehr.

Leitung: Dr. Sabine Haag

Ob der mit grotesken Zügen ausgestattete romanische Püsterich als Feueranblaser zum schlichten Hausrat zählte oder aber geschätzt wurde, weil er als Demonstrationsobjekt für Experimente mit der Dampfkraft diente, muss offen bleiben. Mit Wasser gefüllt und in die Glut gesetzt,

Püsterich

Besucherinformation

Die Kunstkammer ist wegen Vorbereitungen für die Neueinrichtung
voraussichtlich bis
Ende 2012 geschlossen.
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