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Die Standorte
 

Hofjagd- und Rüstkammer

Die Wiener Sammlung zählt zu den weltbesten ihrer Art. Darüber hinaus ist sie die bestdokumentierte höfische Rüstkammer der abendländischen Welt, da die Objekte durchwegs im Zusammenhang mit hochpolitischen Ereignissen entstanden oder in die Sammlung gekommen sind: anlässlich von Feldzügen, Reichstagen, Huldigungen, Krönungen, Verlobungen, Hochzeiten oder Taufen. Keine andere Herrscherfamilie war mit so vielen Ländern Europas durch Heirat verbunden wie die Habsburger. Daher sind fast alle westeuropäischen Fürsten vom 15. bis ins frühe 20. Jahrhundert mit Rüstungen und Prunkwaffen vertreten.

Die Harnische sind Einzelanfertigungen der berühmtesten Plattner: der Reiterharnisch von Tommaso Missaglia, der Küriss von Lorenz Helmschmid für Kaiser Maximilian I., der Knaben-Faltenrockharnisch von Konrad Seusenhofer für den späteren Kaiser Karl V. und der Halbharnisch alla romana von Filippo Negroli und viele mehr. Für die oft prachtvollen Ätzungen sind nicht selten die Entwürfe so berühmter Künstler wie Dürer oder Holbein verwendet worden.

Erfahren Sie mehr über wissenschaftliche Projekte der Hofjagd- und Rüstkammer im Bereich Wissenschaft & Forschung.

Information

Hofjagd- und Rüstkammer
Neue Burg
Heldenplatz, 1010 Wien

ÖffnungszeitenMi – So, 10 – 18 Uhr
Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Schließzeit!

Sekretariat
Tel. +43 1 525 24- 4502
info.hjrk@khm.at

Typisch für die Capacete, die hier den Kopf schützt, ist die abfallende Krempe und der von vorne nach hinten durchlaufend scharfe Grat. Die Bezeichnung Capacete kommt vom spanischen Wort cabeza, der Kopf, und stellt eine der verschiedenen lokalen Varianten des Eisenhutes dar.
An der Helmglocke ist seitlich dreimal die Halbsonnenmarke eingeschlagen. Diese Marke und ähnliche werden seit dem 19. Jahrhundert der bisher nicht näher erforschten Plattnerwerkstätte von Calatayud zugeordnet. Diese Stadt liegt in der Nähe von Saragossa.
Die blanke Helmglocke ist in der Mitte zu einer leicht nach hinten geneigten Spitze ausgetrieben, die in einem kleinen vergoldeten Kreuz endet. Ein rundum laufendes, schmales Stirnband aus vergoldetem Kupfer ziert in Art einer Banderole auf punziertem Grund die gravierte Inschrift
Capacete