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Die Standorte

Mumien aus dem Alten Ägypten

Zur Mumienforschung im Kunsthistorischen Museum

Das Kunsthistorische Museum verfügt in seiner Ägyptisch-orientalischen Sammlung über den größten Bestand an ägyptischen Mumien außerhalb Ägyptens. Seit rund vier Jahren sind diese Mumien, die aus dem erstem vorchristlichen Jahrtausend stammen, Gegenstand eines interdisziplinären Forschungsprojektes, das vom Kunsthistorischen Museum gemeinsam mit dem Institut für Histologie der Universität Wien und der Röntgenabteilung des Donauspitals durchgeführt wird.

Seit Jahrtausenden sind die ägyptischen Mumien Gegenstand großen öffentlichen Interesses. Fragen der Mumifizierung und der Bestattungssitten des Alten Ägypten haben Generationen von Ägyptologen, aber auch von Medizinhistorikern beschäftigt. Durch den Einsatz moderner radiologischer Untersuchungsmethoden, aber auch der Endoskopie und neuer chemischer Analyseverfahren ist es nun möglich geworden, neue Erkenntnisse über Altersstruktur, pathologische Veränderungen, Krankheitsursachen und über die Wirkung und den Nachweis von medikamentösen Wirksubstanzen, wie Drogen, zu gewinnen. Das Wiener Mumienprojekt ist neben einem in Manchester laufenden Untersuchungsprojekt das bedeutendste seiner Art. Durch die zerstörungsfreien Untersuchungsmethoden, wie Computertomographie und andere digitale röntgenologische Verfahren bleibt die Würde des mumifizierten Körpers unangetastet.

Mumien sind auch für das Kunsthistorische Museum nicht Schaustücke, die den Blicken einer breiten Öffentlichkeit ausgesetzt werden sollen, sondern Relikte einer Hochkultur, die von einem tiefen Jenseitsglauben charakterisiert war und alles dazu getan hat, die physische Konservierung des Körpers für ein entsprechendes Leben im Jenseits zu gewährleisten. Dieser Grundgedanke, der seit über viele Jahrtausende die ägyptische Religion charakterisiert hat, muß und kann auch heute noch respektiert werden. Ganz in diesem Sinne veranschaulicht die Ausstellung des Kunsthistorischen Museums über ägyptische Mumien anthropologische, naturwissenschaftliche und ägyptologische Forschungsergebnisse am Beispiel der bedeutendsten Wiener Mumien, eingebettet in eine Darstellung der Entwicklung und Zielsetzung der ägyptischen Begräbnissitten von der Zeit der Großpyramiden bis zur römischen Epoche. Diese Ausstellung ist der erste Teil einer zweiteiligen Ausstellungsserie, die sich mit den altägyptischen Begräbnissitten, aber auch der Kunst dieser Hochkultur auseinandersetzt, die es sich vorwiegend zur Aufgabe gemacht hat, als Bild für die Ewigkeit die Unvergänglichkeit des Menschen ins Jenseits hinein zu bewahren.

Der zweite Ausstellungsteil - Portraits aus dem Wüstensand (vom 20. 10. 1998 bis 31. 1. 1999 im Sonderausstellungssaal des KHM) - wird den erstmals außerhalb Ägyptens gezeigten Mumienportraits der ersten nachchristlichen Jahrhunderte gewidmet sein, die als besondere kunstgeschichtliche Gattung die Begegnung römischer Portraitkunst und ägyptischer Religiosität auf eindrucksvollste Weise veranschaulichen.

Highlights

Vier große Kanopen

Spätzeit
26. Dynastie, 6. Jh. v. Chr.
KHM, Ägyptisch-Orientalische Sammlung

 
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Information

07. August 1998 bis 04. Oktober 1998

Kunsthistorisches Museum Wien
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

Sonderausstellungssaal