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Elfenbein-Schatz aus der Kunstkammer des KHM hat neuen Paten

WeltStadtWien unter Bundesminister Dr. Johannes Hahn übernimmt Patenschaft für ein wertvolles Relief aus dem 17. Jahrhundert Designierte Generaldirektorin gab einen ersten Überblick über ihre Pläne für das Kunsthistorische Museum

Die designierte Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, Dr. Sabine Haag, stellte am 3. November 2008 erstmals ihre Pläne für das Kunsthistorische Museum im Rahmen einer Veranstaltung der Plattform WeltStadtWien vor.

„Das KHM soll ab 2009 als Flaggschiff der österreichischen Museenlandschaft, als einziges Universalmuseum Österreichs und als eines der fünf bedeutendsten Museen der Welt die beste Führung FÜR das Haus bekommen. Das Kunsthistorische Museum mit seinen überaus reichhaltigen Sammlungen verdankt seine Existenz der Sammeltätigkeit des Hauses Habsburg. Die Relevanz des Kunsthistorischen Museums beruht einerseits auf der großen Gedächtnisleistung, die mit den Kunstwerken und –objekten verbunden ist und andererseits in der Einbettung in seiner sich ständig ändernden Rezeptionsgeschichte europäischer Kunst und Kultur. Als erratischer Block im stetig wandelnden Fluss der Zeit zu bestehen, ist eine der wesentlichen und vornehmlichsten Aufgaben des Kunsthistorischen Museums und seiner Sammlungen. Neben aller Zeitgeistigkeit und aller medialen Hinwendung zur visualisierten Wirklichkeit bleibt das Museum ein unverwechselbarer und verlässlicher Ort der Beständigkeit und Dauer“, so die designierte Generaldirektorin in ihren Ausführungen.

„Es sollte uns heute nicht mehr darum gehen, andersartige, noch da gewesene Ausstellungen zu machen, sondern viel mehr um die Frage, wie der Betrachter mit Museumsinhalten umgeht und welche Erfahrungen er damit machen kann. Was kann das Museum statt nur Ausstellungsort zu sein? Es kommt darauf an, was wir dort machen, denn im Museum sind neben den Exponaten schließlich auch wir selbst. Was machen Besucherinnen und Besucher in einem Museum? Können sie mehr sein als nur Besucher? Diesen Fragen werden wir uns in den nächsten fünf Jahren stellen müssen“, so Sabine Haag vor rund 500 interessierten Gästen in der Kuppelhalle.

Haag präsentierte auch ihr wissenschaftliches Konzept zur Neuaufstellung der Kunstkammer, die seit 2002 geschlossen ist und bis 2011 generalsaniert werden soll. Die Präsentation der rund 3.000 Kunstkammerobjekte auf insgesamt 2.700m_ wird in einem spannungsvollen Wechsel von fokussierter Präsentation in den 13 Hauptsälen mit den 9 intimeren Kabinetten stehen, in denen die Fülle der Bestände ausgebreitet werden soll. „Der Rundgang durch die neue Kunstammer soll in erster Linie ein vergnügliches und lustvolles Erobern und Kennenlernen der Sammlung sein und Augenlust bereiten“, erklärte die Direktorin der Kunstkammer und der Schatzkammer des KHM.

Vor Haags Ausführungen konnte sich der Wissenschaftsminister im Depot der Kunstkammer von der Dringlichkeit der anstehenden Restauriervorhaben ein Bild machen. Von den 3.000 Kunstobjekten, die in neuen Aufstellung präsentiert werden, müssen 300 umfassend restauriert werden.

Im Mai des Jahres hat des KHM gemeinsam mit der Tageszeitung „Die Presse“ eine Aktion gestartet und Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber aufgerufen, Patenschaften für diese kostbaren Objekte zu übernehmen. Seither konnten rund € 45.000,- an Spenden und aus Patenschaften eingenommen werden.

Bundesminister Dr. Johannes Hahn übernahm als Präsident der Plattform WeltStadtWien die Patenschaft für das Elfenbeinrelief „Das Urteil des Salomon“ des Augsburger Bildschnitzers Georg Pfründt (1603 – 1663). Das aus mehreren Elfenbeinplatten zusammengesetzte Relief, eine ungewöhnlich großformatige Komposition, geht auf ein 1615/17 entstandenes Gemälde von Peter Paul Rubens zurück. Das Kunstwerk muss komplett gereinigt und auf einen neuen Untergrund (Bildträger) fixiert werden. Die großen, ästhetisch unbefriedigenden Spalten zwischen den Elfenbeinplatten sind zu schließen. Für die rund 100 Arbeitsstunden eines Restaurators wurden € 5.010,- veranschlagt, die dankenswerter Weise vom Verein WeltStadtWien übernommen wurden.

Helfen Sie mit, Schätze der Kunstgeschichte für die Zukunft zu erhalten. Genaue Restaurierungspläne und Kostenvoranschläge liegen für alle Objekte vor. Geholfen werden kann in jeder Preisklasse. Ab € 300,- kann man eine Patenschaft für ein bestimmtes Kunstwerk übernehmen. Und wer sich unter den vielen Kunstwerken für kein einzelnes entscheiden will, kann die Restaurierungsvorhaben mit jedem beliebigen Geldbetrag unterstützen.

Spenden an die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums sind für Unternehmen als Betriebsausgabe und für Privatpersonen als Sonderausgabe absetztbar.


Nähere Informationen sowie Rückfragehinweis
Kunsthistorisches Museum
mit MVK und ÖTM
Wissenschaftliche Anstalt
öffentlichen Rechts
Irina Kubadinow
Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit | Marketing
Tel: 01 / 525 24- 4021
irina.kubadinow@khm.at

Geschrieben am 05.November 2008