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Ansichtssache #18

Ansichtssache #18

Otto van Veen (1556-1629): Starke Frauen: Amazonen und Skythen

Ansichtssache #18 widmet sich einem bis dato im Depot »versteckten« Gemälde des Otto van Veen, der als letzter und bedeutendster Lehrer von Rubens gilt. Seit dem 18. Jahrhundert war es nicht mehr ausgestellt worden - womöglich auf Grund des sehr seltenen und ungewöhnlichen Themas, das starke und mutige Frauen in den Mittelpunkt rückt. Lange Zeit gab die ungewöhnliche Darstellung der sich selbstbewusst entblößenden Frauen ihren Betrachtern Rätsel auf, die nun gelüftet werden konnten. Aufgrund der im Vordergrund platzierten Waffen können sie heute eindeutig als Amazonen identifiziert werden.

Auch wenn Thema und Autorschaft inzwischen geklärt werden konnten, wirft das Werk, das um 1600 in Antwerpen entstand, noch weitere spannende Fragestellungen auf. Stammt die Tafel aus dem Besitz Rudolfs II.? Was hat es mit dem Monogramm auf der Rückseite der Tafel auf sich, und ist gar eine Beteiligung des jungen Rubens möglich? Van Veens Amazonen sind sehr wahrscheinlich in der Zeit entstanden, in der Rubens mit van Veen zusammenarbeitete und stellen damit einen wichtigen Ausgangpunkt zum Verständnis von Rubens‘ Frühwerk dar. Sie werden auch Teil der großen Rubens-Ausstellung im Herbst sein, wo sie gemeinsam mit frühen Werken des flämischen Ausnahmekünstlers gezeigt werden und veranschaulichen so, wie sich das Frauenbild von Rubens entwickelt hat.

Seit 2012 wird die Gemäldegalerie mehrmals im Jahr durch die Reihe »Ansichtssache« als lebendiger Ort der Forschung und Wissensvermittlung sichtbar gemacht. Im Fokus steht dabei jeweils ein außergewöhnliches Bild der Sammlung, das aus Platzgründen nur selten gezeigt wird oder das durch jüngere Forschungsergebnisse zu einer erneuten Betrachtung einlädt.

Das Gemälde wurde mit der großzügigen finanziellen Hilfe der Künstlerin R.H. Quaytman und der Galerie Buchholz restauriert und dank der Unterstützung von Phileas – A Fund for Contemporary Art  technologisch untersucht, was zu neuen Erkenntnissen führte.

Zu jeder Ausstellung in der Reihe Ansichtssache erscheint eine Publikation zum Preis von € 4,95.


Information

24. März 2017
bis 16. Juli 2017

Gemäldegalerie
1. Stock, Kabinett 14
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

Öffnungszeiten
Juni bis August
täglich 10 – 18 Uhr
Do bis 21 Uhr


September bis Mai
Di – So, 10 – 18 Uhr
Do, 10 – 21 Uhr

Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Schließzeit!

Am 5. Juni 2017 (Pfingstmontag) hat das Kunsthistorische Museum Wien für Sie geöffnet!Am 6. Juni 2017 (Dienstag nach Pfingsten) hat das Kunsthistorische Museum Wien für Sie geöffnet!Sonderöffnungszeiten

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Ausstellungskatalog 2017
Ansichtssache #18
€ 7,95
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